Drei Tage lang Uniluft schnuppern und selbst im Chemielabor experimentieren: Alexander Nieger aus der E-Phase nahm vom 12. bis 14. Oktober an einem Kurzpraktikum an der Fakultät für Chemie der Universität Göttingen teil. In seinem folgenden Bericht erzählt er von spannenden Experimenten, Einblicken in die Forschung und seinen Erfahrungen im Universitätsalltag:
Kurzpraktikum an der Uni Göttingen
Vom 12.-14. Oktober habe ich an einem Kurzpraktikum an der Fakultät für Chemie der Universität Göttingen teilgenommen. Insgesamt hatten bundesweit 60 Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 bis 13 die Möglichkeit zur Teilnahme.
Die Universität erstreckt sich fast über ganz Göttingen und hat mehr als 30.000 Studierende bei gerade mal 130.000 Einwohnern. Die erste Herausforderung am Tag des Praktikums war somit, überhaupt den richtigen Eingang zu finden.
Drei Tage sind nicht lang und dennoch waren die Eindrücke vielfältig. Hier kurz zusammengefasst, was in dieser Zeit alles passiert ist.
Am Montag, dem 12. Oktober, starteten die Chemietage mit einer Begrüßung und der Einteilung in Gruppen. Die Ansprechpersonen wurden vorgestellt und Sicherheitseinweisung durchgeführt. Im Anschluss gab es einen Vortrag, in dem die vielfältigen Bereiche der Universität vorgestellt wurden und Anwendungsbereiche der Chemie bis hin zur Krebsforschung erläutert wurden.
Uns wurden Laborkittel und Schutzbrillen ausgeteilt und wir konnten unsere ersten Experimente durchführen.
Der Dienstag begann direkt mit unterschiedlichen Versuchen. Diesmal experimentierten wir im Bereich der physikalischen Chemie zur Nachbildung von Farben. Hierfür haben wir uns die einzelnen Farben unter einem Spektroskop angeschaut und im Anschluss nach einem bestimmten Spektroskopmuster die Farben zusammengemischt.
Zwischendurch gab es einen sehr interessanten Vortrag zum Thema „Laser in der Chemie“, gefolgt von weiteren Versuchen im Labor.
An unserem letzen Tag durften wir sogar verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen und Werkstätten in Kleingruppen erkunden und haben hier auch Einblicke in aktuelle Forschungen erhalten.
Nach diesen einmaligen Erfahrungen wurde in einem Vortrag von Dr. Ingo Mey, der uns die gesamte Zeit über begleitet hat und ein immer bereiter und geduldiger Unterstützer für jede Frage war, über das Chemiestudium in Göttingen informiert.
Zum Abschluss durften wir in einer Vorlesung zum Thema „Warum einen Blick ins Innere werfen?“ die verborgenen Geheimnisse der Kristallstrukturen bestaunen.
Insgesamt möchte ich erwähnen, dass dieses Kurzpraktikum eine hervorragende Möglichkeit für jeden ist, Einblicke in das Universitätsleben zu erhalten und vieles über die Abläufe zu erfahren. Andere Chemie-Studenten haben uns sehr herzlich in den drei Tagen unterstützt.
Danken möchte ich unter anderem allen, die dieses Praktikum möglich gemacht haben, sowie allen Beteiligten an der Universität, von Studenten bis Professoren als auch allen anderen Praktikanten, die für eine wirklich eindrucksvolle Zeit gesorgt haben.
Auch ein herzliches Dankeschön an Frau Flory, die über das Schulportal auf dieses Praktikum aufmerksam gemacht hat.









