Darstellendes Spiel

Darstellendes Spiel in der gymnasialen Oberstufe

Ihr wollt euch ausprobieren? Ihr seid offen für Neues, habt Spaß am Experimentieren und könnt euch gut in eine Gruppe oder ein Team einbringen? Ihr scheut euch auch nicht, theoretische Arbeit mit der Praxis zu verbinden?

Dann seid ihr hier genau richtig? Ihr braucht keine weiteren Voraussetzungen – außer volles Engagement und Teamgeist – denn die Erfahrung zeigt, dass jede/r SchülerIn seine eigenen Fähigkeiten, Erfahrungen, Kenntnisse oder Meinungen in die Theaterarbeit einfließen lassen und somit auch Theaterspielen kann – und damit ist nicht das Aufsagen von Texten auf einer Bühne gemeint!

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  • DS in der Einführungsphase
  • DS in der Qualifikationsphase
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Schon gewusst???

Darstellendes Spiel fördert nachweislich wie kaum ein anderes Fach Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, selbstbewusstes Auftreten, Kommunikationsfähigkeit, Präsenz und vieles mehr!

DS in der Einführungsphase

Zum Schuljahr 2008/2009 wurde alternativ zu den traditionellen künstlerischen Fächern im Aufgabenfeld I auch das Fach Darstellendes Spiel eingeführt, das in der Einführungsphase mit zwei Wochenstunden unterrichtet wird.

Die Lerninhalte richten sich nach dem 2016 verabschiedeten Kerncurriculum gymnasiale Oberstufe, konkretisiert durch das schulinterne Curriculum, das sowohl eine theoretische Auseinandersetzung mit der entsprechend zugeordneten Fachliteratur als auch spielpraktische Anteile umfasst. Eine Klausur sowie eine spielpraktische Prüfung pro Halbjahr runden neben den Leistungen in den Unterrichtsstunden die Basis für eine Beurteilung im Zeugnis ab. In der Regel findet am Ende des Schuljahres eine Werkstattaufführung, z.B. vor dem Parallelkurs, statt. Neben der eigenen praktischen Erprobung theatraler Arbeitstechniken und -methoden steht pro Schuljahr auch der Besuch einer professionellen Theateraufführung mit einhergehender Inszenierungsanalyse auf dem Plan.

  • Thema E1: Grundlagen des Theaterspiels
  • Thema E2: Figurenentwicklung

DS in der Qualifikationsphase

Die Arbeit in der Einführungsphase wird in den vier Halbjahren der Qualifikationsphase mit neuen Schwerpunkten weiter geführt und vertieft. Der Grundkurs DS wird mit drei Wochenstunden unterrichtet, die mit einer Doppel- und einer Einzelstunde ausgewiesen sind. Im Mittelpunkt der Theaterarbeit steht in den Halbjahren Q1 und Q2 die von den Schülern selbst gestaltete Erarbeitung einer eigenen Inszenierung, die am Ende der Q2 zur Aufführung kommt. Schwerpunkt bei der Inszenierungsarbeit bilden Formen des postdramatischen Theaters.

Allen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern, die DS seit Beginn der Einführungsstufe belegt haben, bietet sich die Möglichkeit, im vierten bzw. fünften Prüfungsfach auch im Darstellenden Spiel eine ihrer Abiturprüfungen abzulegen.

  • Thema Q1: Theatrale Konzeptionen
  • Thema Q2: Szenenarbeit und Inszenierung
  • Thema Q3: Dramaturgie im Umgang mit Texten
  • Thema Q4: Rezeption und Analyse

Aktuelle Produktionen in den DS-Kursen

Schuljahr 2017/18

Kurs der Einführungsstufe: Leitung Nadine Albers

Kurs der Q1/2: Leitung Ulrike Brockauf

Kurs der Q3/4: Leitung Anne Wen

Schuljahr 2016/17

Kurs der Einführungsstufe: Der Struwwelpeter – Eine Collage, Werkstattaufführung (Leitung Ulrike Brockauf)

Kurs der Q1/2: Frühlingserwachen Reloaded, Aufführungen vor der Schulgemeinde (Leitung Anne Wen)

Schuljahr 2015/16

Das Fach Darstellendes Spiel präsentierte sich in diesem Schuljahr mit drei Produktionen. Während der DS-Kurs der Einführungsstufe unter Leitung von Rebecca Jung in einer Werkschau in mehreren Kleingruppen selbst entwickelte Szenen aufführte, erarbeitete der DS-Kurs der Q1/2 unter Leitung von Frau Brockauf eine Adaption von Georg Büchners „Leonce und Lena“. Im Laufe des Schuljahres setzten sich die Schüler und Schülerinnen szenisch mit den Themen Langeweile, Müßiggang und Dekadenz, Arbeit, Macht und Ohnmacht, Liebe, Generationskonflikte, Ökonomisierungszwang und Selbstoptimierungswahn auseinander, entwickelten daraus eine Inszenierungsidee und kamen so zu einer ganz eigenen Interpretation der Vorlage. Sein Stück führte der Kurs an einem gemeinsam mit den Leistungs- und Grundkursen Musik und Kunst unter Leitung von Susanne Richter und Nina Blinne gestalteten Musischen Abend am 14. Juni 2016 auf.

Eine weitere Produktion entstand im DS-Kurs der Q4 unter Leitung von Anne Wen. Auf der Grundlage postdramatischer Inszenierungsprinzipien entwickelten die Schülerinnen und Schüler zum Thema „Was ist perfekt?“ ihr eigenes kritisches Stück. Während einer Phase des kreativen Schreibens beschäftigte sich jeder Schüler individuell mit der Frage, was für ihn perfekt sei. Mit diesem Material wurde zunächst szenisch experimentiert, um dann gemeinsam anhand des Materials eine Dramaturgie zu entwickeln. Letztendlich entstand ein anspruchsvolles Stück, welches mit der Aufführung am bunten Abend nach den vorangegangen Produktionen des Kurses „Woyzeck 2.0“ (Q2, Anne Wen) und der Adaption Ödön von Horváths „Geschichten aus dem Wienerwald“ (Q2, Ulrike Brockauf) den Abschluss und Höhepunkt einer dreijährigen Arbeit der DS-Kurse bildete.

(verantwortlich: Ulrike Brockauf, aktualisiert: 15.11.17)