Prävention und Gesundheitserziehung

Unser Leitgedanke: „Uns geht’s gut“

„Präventionsmaßnahmen“ im laufenden Unterricht

Bewegung und Wahrnehmung

Unsere Schule liegt direkt am Waldrand und ist aus allen Ortsteilen Taunussteins gut zu erreichen. Aufgrund der Waldnähe, des fußläufig erreichbaren Sportplatzes und der großen Sporthalle, die auch in vielen großen Pausen und Mittagspausen zum Spielen und Toben offen steht, kann Bewegungsförderung optimal umgesetzt werden.

Ein Baum-Mikado und ein Hof für Ballspiele laden zum Klettern und Toben ein. Bei trockenem Wetter werden von den Gesundheitsboschafterinnen Bewegungs- und Koordinationsspiele ausgegeben.

Die Oberstufe kann sich auf einem Chill-Out-Podest treffen, unterhalten, entspannen oder lernen.

Folgende Aspekte kennzeichnen unsere bewegungsfördernde Schule:

  • Der Sportunterricht findet in Jg. 5-7 dreistündig, in Jg. 8-9/10 zweistündig statt.
  • Sport kann als Leistungskurs und als Prüfungsfach im Abitur gewählt werden.
  • Profilklasse Sport
  • Wir sind Partnerschule des Leistungsports und Schulsportzentrum. Hier fördern wir die Sportarten Fußball, Volleyball, Tischtennis (alle am Schulsportzentrum Gymnasium Taunusstein) und Leichtathletik (am Schulsportnebenzentrum AGS Aarbergen-Michelbach)
  • Talentfördergruppen in Fußball, Volleyball, Tischtennis, Leichtathletik
  • Sportveranstaltungen: Bundesjugendspiele, Ballsportspiele, Sportabzeichen- und Laufabzeichenabnahme, Tischtennis-Minimeisterschaften, Teilnahme am Schulsportwettkampf „Jugend trainiert für Olympia“ für die Unter-, Mittel- und Oberstufe
  • Die Sporthalle steht den Jahrgangsstufen 5 bis 8 in den zweiten großen Pausen und bisher zwei Mal pro Woche (montags und donnerstags)in der Mittagspause mit einem großen Pool an attraktiven Sportgeräten (Waveboard, Inlineskates …)zur Verfügung.
  • eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften im Bereich Sport
  • Klassenfahrten und Wandertage mit sportlichem Schwerpunkt
  • Schulskilehrgang in Jahrgangsstufe 7
  • Lernen in Bewegung
  • Bewegungsfreundliche Schulhofgestaltung
  • Kooperation mit Sportvereinen
  • Schulmannschaften aller Altersgruppen für Wettkämpfe in Volleyball, Handball, Fußball, Leichtathlethik
  • in den Pausen stehen drei Tischtennisplatten im Innen- und Außenbereich zur Verfügung
  • Erweitert wird das Angebot durch eine Yoga AG.

Sucht- und Gewaltprävention

Die Sucht- und Gewaltprävention an unserer Schule wird seit mehreren Jahren von zwei Beratungslehrerinnen in Absprache mit Schulleitung und Schulsozialarbeit und unter Hinzuziehung von externen Fachkräften geleitet und geplant.

Die Schule strebt die Zertifizierung als „gesundheitsfördernde Schule“ an. 2017 haben wir bereits das Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“ verliehen bekommen.

Aktionstage Prävention

Grundlage des Sucht- und Gewaltpräventionskonzeptes bildet die Stärkung der persönlichen Kompetenzen unserer SchülerInnen. Sie sollen Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten erlangen und ihre Stärken erkennen und nutzen lernen. Nach dem Motto des Schweizers Gerhard Kocher: „Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit“ setzen sich die SchülerInnen der verschiedenen Jahrgangsstufen sowohl im Regelunterricht als auch an Projekttagen mit verschiedenen Aspekten eines gesunden Lebens auseinander.

In der 7. und 8. Jahrgangsstufe wird neben der Betrachtung einer gesunden Ernährung im Fach Biologie das Thema „Sucht“ unter verschiedenen Gesichtspunkten angesprochen und an Projekttagen mit Hilfe externer Anbieter vertiefend behandelt.

Da das Einstiegsalter für Raucher immer weiter sinkt und momentan im Durchschnitt bei 11,7 Jahren liegt, nehmen die SchülerInnen am Wettbewerb „ Be Smart – Don`t Start“ teil. Hauptziel ist, den Einstieg in das Rauchen bei den SchülerInnen zu verhindern. Nichtrauchende SchülerInnen sollen motiviert werden, weiterhin Nichtraucher zu bleiben. Außerdem sollen diejenigen, die schon mit dem Rauchen experimentieren, motiviert werden, wieder damit aufhören, damit sie nicht zu regelmäßigen Rauchern werden.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Prävention stoffungebundener Süchte, wie zum Beispiel Magersucht. Hierbei arbeiten wir mit dem Frankfurter Zentrum für Essstörungen zusammen. Um frühzeitig aufzuklären, sieht die Jahrgangsstufe 7 einen Aktionstag zu diesem Thema vor.

Um die Problematik einer Abhängigkeit sowohl von stoffgebundenen als auch –ungebundenen Suchtmitteln zu erkennen, setzen die SchülerInnen der 9. Jahrgangsstufe sich im Unterricht Biologie mit dem Einfluss von Drogen auf das Zentrale Nervensystem auseinander.

Das Kernziel der Suchtprävention ist die Steigerung der Lebenskompetenz der SchülerInnen. Hierbei gilt es, Lernprozesse zu fördern, die die SchülerInnen befähigen, mit positiven und negativen Lebenserfahrungen ohne „Ersatzmittel“ umzugehen. Die SchülerInnen werden in der Entwicklung ihres Selbstbewusstseins gestärkt, um als kompetente soziale Partner an unserer Gesellschaft teilhaben zu können.

Ernährung und Verbraucherbildung

Die gesamte Schulgemeinde weiß um gesunde Ernährung und fördert diese:

  • Um ausreichendes Trinken sicherzustellen, ist es den SchülerInnen (außer in den Fachräumen) erlaubt, im Unterricht zu trinken.
  • Das Mittagsessensangebot ist an die spezifische Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen angepasst. Der Caterer des Mittagsessens hat sich auf die Einhaltung der Qualitätsstandards der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ verpflichtet.
  • Unterrichtsinhalte zur Gesundheits- und Ernährungsbildung sind an geeigneten Stellen im Unterricht verankert.
  • Im Rahmen des Biologieunterrichts findet ein gesundes Frühstück statt.
  • Bei Essstörungen werden ggf. Beratungen vermittelt.
  • In Jahrgang 7 findet ein Aktionstag zum Thema „Magersucht“ statt.
  • In Jahrgang 5 / & bereiten die SchülerInnen ein gesundes und leckeres „Fit in den Tag-Frühstück“ zu.
  • Ein „Runder Tisch“, bestehend aus Vertretern der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft und den Caterern, diskutiert in regelmäßigen Abständen die auftretenden Probleme bei der Schulernährung.
  • Kontakte zu außerschulischen Experten werden regelmäßig gepflegt und genutzt.

Jugendmedienschutz

Der Jugendmedienschutz (JMS) möchte Schüler, Eltern und das Kollegium für die Chancen, aber auch die Risiken der Nutzung Neuer Medien sensibilisieren.

Dabei steht der Aspekt der Prävention im Vordergrund, Intervention erfolgt auf Anfrage der Betroffenen oder wenn der schulische Friede gestört erscheint. Seine Grenzen erfährt der schulische JMS bei der Intervention im häuslichen Bereich und in strafrechtlich relevanten Fällen.

Neue Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Deshalb ist es notwendig, im laufenden Unterricht folgende Aspekte immer wieder zu thematisieren:

  • Medienverhalten allgemein reflektieren („Always On“, Nutzungszeiten)
  • „Chatikette“ – fairer und vorsichtiger Umgang im Chat und in den Sozialen Netzwerken, Cybermobbing
  • Privatsphäre und Schutz eigener und fremder persönlicher Daten sowie Bilder/Videos

Die rechtliche Beratung und Fallberatung für Schüler, Eltern und Kollegen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den jugendlichen Medienscouts, der Schulsozialarbeit, den Klassenlehrern und den Stufenkoordinatoren, den Suchtbeauftragten, dem Elternbeirat, dem IT-Fachberater, sowie, wenn nötig, dem Jugendkoordinator Polizei Westhessen

Die Medienscouts und der JMS-Berater sind immer ansprechbar und stehen bei Fragen und konkreten Anlässen beratend zur Seite.

JMS-Elternarbeit

  • Informationsabende für Eltern der zukünftigen und neuen Klasse 5 (und Interessierte)
  • Beratung auf Klassenelternabenden
  • Fallberatung im Team: Medienscouts, JMS-Berater und Schulsozialarbeit sowie Suchtberater, Klassenleitung, Stufenkoordinatoren
  • Vermittlung von Kontakten: Jugendkoordinatoren Polizei, Suchtambulanz Uni-Klinik Mainz, Schulpsychologen, Hessische Datenschutzbehörde etc.

Erste-Hilfe am Gymnasium Taunusstein

Die Schule verfügt über einen Schulsaniätsdienst. Die SchülerInnen, die alle einen Sanitätshelferkurs absolviert haben, sind täglich gemäß Dienstplan im Einsatz und können jederzeit per Durchsage gerufen werden.

Alle Sport- und NaWi-Lehrkräfte sowie die Sekretärinnen haben eine Ausbildung als Ersthelfer absolviert. Regelmäßig werden Fortbildungen in Erster Hilfe für das Kollegium angeboten.

Alle SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9 erhalten über die Johanniter Unfallhilfe einen Erste Hilfe Kurs. Die Teilnahmebescheinigung können sie für den Mofa- oder Motorradführerschein ebenso vorlegen wie für die Juleika oder Trainerausbildungen.

Die Schule verfügt über einen AED. In seine Handhabung sind alle Schulsanitäter sowie die Sekretärinnen, der Schulleiter Herr Reinhardt und Frau Stork, die den Schulsanitätsdienst betreut, eingewiesen worden. Die Kenntnisse werden jährlich aufgefrischt.