Archiv des Autors: Lehrer GT

Projektwoche 2018

Auch in diesem Jahr gab es eine Projektwoche für die SuS des Gymansiums Taunusstein.

SuS hatten die Möglichkeit, fächer- und jahrgangsübergreifend aus einem großen Angebot zu wählen. Sie konnten sich ausgiebig mit Themen beschäftigen, mit denen sie bisher nicht in Berührung gekommen waren. Dabei arbeiteten SuS aus verschiedenen Jahrgängen zusammen.

Die Auswahl, die den SuS zur Verfügung stand, war groß:

Rettungsschwimmer, Alles rund um den Hund, Arbeiten mit Ton, Arbeiten im Fotolabor, China, die künstlerische Gestaltung der Cafeteria, Stricken, Häkeln, Handarbeit und mehr, Parks und Gärten, Regionales Essen, Tanztheater, Weinanalyse –  ein breit gefächertes Angebot, um hier nur einige zu erwähnen. Die Tage waren unterschiedlich gestaltet mit einer Mischung aus Theorie in der Schule, Exkursionen und der Vorbereitung der Präsentation. So gehörten eine Walddusche oder Einkaufen auf dem Wochenmarkt in Wiesbaden ebenso zum Programm wie der Besuch eines Weinguts im Rheingau. Den Abschluss bildete am letzten Tag vor den Zeugnissen die Präsentation: Hier hatten alle und auch die Eltern Gelegenheit, sich ein Bild von den gelungenen Ergebnissen zu verschaffen.

Auch wenn nicht jeder das Projekt seiner Erstwahl besuchen konnte und Erwartungen so nicht erfüllt wurden, so waren doch alle hinterher um eine tolle Erfahrung reicher.

Schön war auch die Stimmung und gelöste Atmosphäre, da einmal nicht unter Zeit- oder Notendruck gearbeitet wurde.

Wir sind gespannt auf die nächste Projektwoche, die in diesem Schuljahr vom 24. bis 27. Juni 2019, direkt vor den Zeugnissen, stattfindet.

Gertrud Kopp, Hakan Bulut, Cornelia Trapp

Kursfahrt nach Nizza 2017

Kursfahrt Französisch-LK und Biologie-LK 2017 – Nizza, Frankreich

Samstag und Sonntag

Voyage, voyage! Am Samstag, dem 16. September 2017, versammelt sich der Französisch-LK von Herrn Smith und der Biologie-LK von Frau Martin am späten Abend an der Schule, um die 14-stündige Fahrt in das südfranzösische Nizza anzutreten. Mit Jogginghose, Kissen und einer Playlist ausgerüstet, verbringen wir die Nachtfahrt zur Hälfte im (Halb-) Schlaf und zur anderen Hälfte mehr oder minder wach am Essen, Singen oder Augenverdrehen. In Nizza angekommen, starten wir gleich mit einem Stadtrundgang ins Programm und genießen die sonnige Promenade des Anglais trotz anhaltender Müdigkeit. Da wir noch nicht sofort auf unsere Zimmer können, verbringen wir die Zeit in kleinen Gruppen, die meisten wahrscheinlich auf der Suche nach etwas Essbarem. Nach einem stadttypischen Pan Bagnat machen wir die erste Bekanntschaft mit einem kulinarischen Highlight der Kursfahrt: die Eisdiele Fenocchio mit ihren außergewöhnlichen Sorten wie schwarze Olive, Avocado oder Gewürzbrot. Mit einer Kugel Eis geht es zum Hotel, wo wir nun endlich unsere Zimmer beziehen. Obwohl es in einigen Zimmern an Klopapier, in anderen an Platz und in wieder anderen an Teilen der Wand mangelt, sind doch alle vorerst zufrieden, eine Pause einlegen zu können. Da uns der Rest des Abends zur freien Verfügung steht begeben wir uns wieder in Kleingruppe auf Nahrungssuche, die auch dieses Mal zufriedenstellend ausfällt. Pizza ist in Nizza definitiv eine exzellente Entscheidung. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist man am Abend zweifelsohne mehr als froh, wieder in einem Bett schlafen zu können.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Montag

Der frühe Vogel fängt de-… Die Fähre! Nach einem schläfrigen Frühstück bestehend aus Baguette, Croissant und Kaffee geht es um 9 Uhr morgens direkt in den Bus nach Cannes, wo wir eine Fähre zur île Sainte-Marguerite nehmen. Leider spielt das Wetter an dem Tag nicht mit und die Seefahrt wird weniger lustig, dafür aber mehr schwankend und kühl, was dennoch jeder problemlos übersteht. Die Insel beherbergte einst das Fort Royal, das über Jahrhunderte hinweg als Staatsgefängnis diente, wo auch der Mann mit der eisernen Maske gefangen gehalten wurde. Heute ist das Gefängnis ein Museum und eine beliebte Touristenattraktion. Auf unserer Wanderung um die Insel herum besichtigen wir Teile des Gefängnisses sowie zahlreiche Pflanzen, über die Frau Martin direkt eine Biologie-Stunde mit ihrem LK einlegt. Um 12 Uhr entscheiden wir uns dazu, am Felsenstrand eine Mittagspause einzulegen, was jeder sehr willkommen heißt, da die Insel teilweise doch sehr steil ist. Um 15 Uhr haben wir dann die gesamte Insel umrundet und nehmen eine Fähre zurück nach Cannes. Heiko, unser Busfahrer, bringt uns zurück nach Nizza, wo wir den Tag mit einem gemütlichen Abendessen in der Stadt oder im Hotel ausklingen lassen.

Dienstag

Am Dienstag überqueren wir mit dem Zug vom nahegelegenen Bahnhof aus Ländergrenzen. Es geht nach Monaco, in die Stadt der Reichen und Schönen, die mit uns nicht zwingend reicher, aber doch sicher noch schöner wurde. Wir treffen uns am Bahnhof mit unserer Reiseleiterin Daniela, die uns mit interessanten Fakten über Monaco und seine Geschichte versorgt, und machen uns auf den Weg in das Stadtzentrum. Da Monaco zwischen den Bergen und dem Meer liegt, heißt das Treppen steigen! Auf unserem Weg passieren wir das Gefängnis von Monaco und sind beeindruckt. Mit Blick auf das Meer und bloß um die 21 Gefangenen ist das sogenannte „Maison d’Arrêt“ fast schon schöner als unser Hotel in Nizza. Allerdings entscheiden wir uns, nicht absichtlich eine Straftat zu begehen und beobachten stattdessen das „Changing of the Guards“ am Fürstenpalast, das zu unserem Glück heute musikalisch unterlegt ist. An dieser Stelle verabschieden wir uns mit einem Applaus von Daniela und besuchen das Ozeanografische Museum, welches ein faszinierendes Aquarium beinhaltet. Nach der Besichtigung von Tintenfischen, Quallen und Seepferdchen nehmen wir unseren Zug zurück nach Nizza und genießen wiederholt einen angenehmen Abend, auch wenn die Energie bei einigen heute nur für Subway Sandwiches auf dem Zimmerbalkon reicht.

Mittwoch

Der Tag beginnt wie auch die Tage zuvor – nur eine Stunde früher. Die fehlende Stunde Schlaf holen die meisten auf der gut zweistündigen Fahrt zur Gorges du Verdon nach. Bis wir ankommen, ist es schon fast Mittag und zudem auch ziemlich warm. Nach einem kurzen Vortrag über die Gorge de Verdon, eine der wohl längsten Schluchten Europas, starten wir unsere Wanderung oben an der Schlucht und steigen dann zum Fluss Verdon ab, der die Schlucht teilt. Die teils sehr steilen Wege machen den Abstieg nicht gerade leicht, aber für den fantastischen Ausblick lohnt es sich allemal. Wir durchqueren Tunnel, beobachten Kletterer, die an der Steilwand hochsteigen, und halten sogar unsere Füße ins Wasser, was bei knapp über zehn Grad Wassertemperatur schon ziemlich gewagt ist. Unsere Wanderung endet nach ungefähr fünf Stunden wieder da, wo sie angefangen hat, nur sind jetzt alle ziemlich fertig von dem anstrengenden Aufstieg. Auf dem Rückweg nach Nizza schaffen wir es nach einigen Komplikationen sogar, doch noch in Fréjus, bei einem Supermarkt zu halten, um uns für unser darauffolgendes Picknick einzudecken. Am Strand von Nizza lassen wir den Tag dann bei einem wunderschönen Sonnenuntergang ausklingen. Der Rückweg ins Hotel gestaltet sich für manche letztlich zwar ein bisschen schwieriger als gedacht, aber zum Glück schaffen es dann doch alle sicher zurück ins Hotel.

Donnerstag

Nach dem anstrengenden Mittwoch sind alle froh, am Donnerstag wieder eine Stunde länger schlafen zu können. Nach dem Frühstück bringt Heiko (unser Busfahrer) uns nach Eze, wobei wir einen kleinen Zwischenstopp nicht vermeiden können, zumal die Aussicht so genial ist, dass wir einfach für Fotos anhalten müssen. Eze ist eine eher kleine Stadt nicht allzu weit entfernt von Nizza, die vor allen Dingen für eine Sache bekannt ist: Die Parfümherstellung. Den Vormittag verbringen wir in der historischen Altstadt, die komplett in einer alten Burgfestung liegt und durch kleine, verwinkelte Gassen und etliche, niedliche Kunstläden besticht. Nach dem Mittagessen in Kleingruppen treffen wir uns nachmittags bei Gallimard, einer bekannten Parfümerie in Eze. In der folgenden halben Stunde hat jeder die Möglichkeit, sein eigenes Parfüm zu kreieren. Nach einer daran anschließenden Führung und mit leicht angeschlagenem Geruchssinn verlassen wir Eze letztlich wieder. Erst am Abend trifft die ganze Gruppe wieder zusammen, um einmal typisch Französisch essen zu gehen. Der Rest des Abends steht wieder zur freien Verfügung und endet schließlich wie immer (sehr zum Unmut der Hotelbesitzer) mit einem kleinen Plenum in der Hotellobby.

Freitag/ Samstag

Der Freitag beginnt für einige früher als für andere. Während der Bio-LK bereits längst zu seiner obligatorischen Exkursion in den botanischen Garten aufgebrochen ist, sitzt der Französisch-LK gerade am Frühstückstisch. Nach dem Frühstück gilt es, sämtliche Koffer der beiden Kurse in einen schätzungsweise drei Quadratmeter großen Raum zu stapeln, aber nachdem dies gelungen ist, haben Herr Smiths Schüler den Rest des Vormittags frei. Einige gehen in die Stadt und besorgen Mitbringsel, andere genießen eine letzte Stunde am Strand. Am späten Nachmittag stoßen auch die Biologen wieder zum Rest der Gruppe, und alle nutzen noch einmal die Gelegenheit, sich für die anstehende Fahrt mit Lebensmitteln einzudecken. Gegen fünf Uhr nachmittags, nach dem zum Glück erfolgreichen Versuch, sämtliche Koffer aus dem Raum wieder heraus zu bekommen, sind alle bereit und gegen halb sechs lassen wir Nizza dann leider endgültig hinter uns. Auf der Rückfahrt wird wieder viel gesungen, auf Herrn Smiths Wunsch hin schmettert der ganze Bus „Hello“ von Adele. Als der Bus am Samstagmorgen um halb acht die Schule erreicht, haben einige geschlafen, andere eher weniger. Alle sind ziemlich erschöpft, sind sich aber vor allem in einem einig: Die Kursfahrt hat wahnsinnig Spaß gemacht und wird uns immer als eine tolle Zeit in Erinnerung bleiben!

Charlotte und Fiona (Q3 Französisch-LK, Herr Smith)

Biologie LOK in der Jahrgangsstufe E mikroskopiert

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Im Biologie LOK der E-Phase (MART) wird im Moment das Thema Zelle behandelt. Um den Aufbau einer eukaryotischen Zelle zu untersuchen, haben die Schüler in Zweiergruppen ein Pflanzenpräparat einer Elodea spec. (auch Wasserpest) in Wasser eingelegt, um es danach zu mikroskopieren. Hierbei betrachteten sie die verschiedenen Zellschichten und entdeckten Chloroplasten rund um die Vakuolen im Zytoplasma der Zellen. Außerdem sah man, wie sich die Chloroplasten in der Zelle bewegten. Als sie nun auch auf die Oberfläche des Präparates schauten, entdeckten sie Einzeller die sich auf dem Blatt hin und her bewegten.

Im Unterricht sind dazu interessante Bilder entstanden.

Leif Schneider